Anbindung über eine IP-Telefonanlage

Diese Konfiguration erlaubt einen sehr flexiblen Umgang mit den einzelnen SIP-Teilnehmern, denn hier übernimmt die Telefonanlage (SIP-Server) die Koordination. Auf dem SIP-Server (TK-Anlage) wird der SIP-Teilnehmer angelegt, auf der SIP-Komponente wo sich der SIP-Server befindet (Domain/IP-Adresse) sowie die Account- und Anmeldedaten. Bei einem Ruf wird nun der SIP-Server kontaktiert, dieser vermittelt dann das Gespräch an den gerufenen Teilnehmer. Wo sich dieser befindet ist gleichgültig, wichtig ist, dass der Client (Telefon/Softphone) am SIP-Server angemeldet und erreichbar ist.

Dieser Aufbau erlaubt eine sehr hohe Flexibilität und die nahtlose Integration der Sprechstellen-Komponente in die Telefonie-Infra- struktur. Intelligente Leistungsmerkmale moderner IP-Telefonan- lagen können auch auf die Türkommunikation angewendet werden.
(Siehe auch Leistungsmerkmale von TK-Anlagen).


Infrastruktur im Bürogebäude

In diesem Applikationsbeispiel soll der Aufbau eine SIP-Türsprech- anlagen Infrastruktur für Bürogebäude aufgezeigt werden. Idealer- weise sollte bei dieser Installation eine separates Facility-Netzwerk aufgebaut werden um die Netzwerke der einzelnen Teilnehmer voneinander zu trennen.

Die Nutzung der IP-Technik zeichnet sich hier durch die enorme Skalierbarkeit und sehr hohe Flexibilität aus. Prinzipiell ist die Zahl der eingesetzten Türstationen, Etagen-Sprechstellen und Endge- räte-Teilnehmer unbegrenzt. Dies gilt auch für die zur Verfügung stehenden Gesprächswege.

Hinsichtlich der Anlagenkonfiguration bestehen kaum Einschrän- kungen, da jede Türsprechstelle als eigenständiger Teilnehmer fungiert und die Rufziele an jeden Teilnehmer des Netzwerks vermittelt werden können. Ändern sich also die Gegebenheiten, belegt beispielsweise ein Mieter Etage 1 und 3 oder sind völlig abgelegene Gebäudekomplexe anzubinden, erfolgt dies einfach durch entsprechende Neukonfiguration der Rufziele. 

Weitere Möglichkeiten und für den Geschäftsbetrieb relevante Leistungsmerkmale finden Sie im Thema Systemfunktionen.

 

Point-to-Point Verbindung

Bei dieser Infrastrukturart handelt es sich um eine Punkt zu Punkt Verbindung. Es werden keine weiteren zentralen Vermittlungs- komponenten benötigt. Die Rufanwahl erfolgt direkt über die IP-Adresse des gewünschten Rufziels.

Vorteil ist ein kostengünstiger Aufbau, da auf eine IP-Telefonanlage verzichtet werden kann. Nachteil ist ein relativ starrer Aufbau durch fest zu vergebene und anzuwählende IP-Adressen sowie ein höherer Aufwand bei sich ändernden Gegebenheiten.

 

Produktübersicht SIP/IP-Komponenten

Die SIP-Komponenten sind als Module für unser MODESTA-System erhältlich und lassen sich in Türstationen und Standsäulen einbauen.

Hier gelangen Sie zur Produktübersicht SIP-Komponenten.