Bei den IP-Türsprechanlagen-Komponenten handelt es sich um Geräte die sich in standardisierte IP-Infrastrukturen einbinden lassen und über IP-fähige Endgeräte (SIP-Telefone, Software-Clients) bedient werden können. Für die Audio-Übertragung (Türlautsprecher-Modul) wird das SIP-Protokoll (RFC3261) verwendet, die Video-Übertragung (Kamera-Modul) erfolgt als Motion-JPEG oder Einzelbild-JPEG. Das System eignet sich optimal für Anwender die auf IP-basierte Telekommunikation setzen wollen und die Türkommunikation auf diesem Weg mit einbinden möchten.
IP-Türsprechmodul und Kamera werden über RJ45-Ethernetkabel angeschlossen. Das Türsprechmodul verfügt über einen 2fach-Switch. An diesen kann wahlweise ein IP-Kameramodul angeschlossen oder mehrere Sprechmodule kaskadiert werden. Die Stromversorgung erfolgt bei beiden Modulen wahlweise per Power-Over-Ethernet oder ein separates Netzteil (28VDC). Auf dem Türsprechmodul sind 4 Ruftaster-Anschlüsse vorhanden. Weitere Teilnehmer lassen sich über eine separate Diodenmatrix, eine Rufnummern-Direktwahl oder ein Display-Call-Modul addieren.
Im Türsprechmodul ist ein Telefonbuch integriert, hier lassen sich die einzelnen Taster beliebig mit Rufziel-Nummern belegen. Für die Übertragung steht eine direkte Verbindung zwischen Türmodul und Endgerät (Point-to-Point) oder eine Vermittlung über eine SIP-fähige Telefonanlage zur Auswahl. Gewünschte Funktionen wie Rufumleitung, Rufweiterleitung, Gruppenruf etc. definieren bei diesem System über den Leistungsumfang der Telefonanlage. Die Steuerung der integrierten Schaltrelais für den Türöffner wird per DTMF-Nachwahl umgesetzt.
Das IP-Kameramodul ist eine eigenständige Einheit, die Videobild-Übertragung erfolgt unabhängig vom Türsprech- modul. Geeignete SIP-Telefone wie z.B. SNOM-820/821 sind in der Lage Audio/Video zusammenzuführen und können so als vollwertige Video-Türsprechtelefone dienen. Werden reine Audio-SIP-Telefone eingesetzt, kann das Videobild am PC in einem Webbrowser abgerufen werden.
Die IP-Türsprechanlagen-Komponenten sind eigenständige standardkonforme IP-Geräte mit eigener IP-Adresse und können daher beliebig und uneingeschränkt in einer IP-Infrastruktur eingesetzt und angesteuert werden. Hinsichtlich der Anlagengröße und Komplexität gibt es kaum Einschränkungen. Der Leistungsumfang definiert sich über die geplante/vorhandene Netzwerk-Infrastruktur und die Fähigkeiten der eingesetzten IP-Telefonanlage. Die Anzahl der Sprechwege ist (fast) unbegrenzt.
Sicherheitsmaßnahmen müssen von netzwerk-administrativer Seite vorgenommen werden. Eine Liste kompatibler/ getesteter Telefonanlagen, Telefone und Software-Clients stellen wir auf Anfrage zur Verfügung.
Die SIP-Komponenten sind als Module für unser MODESTA-System erhältlich und lassen sich in Türstationen und Standsäulen einbauen.
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